Franz-Völker-Preis

Erstmals verliehen: 1989

Ziel:

Der Franz-Völker-Preis ist ein Förderpreis für junge Tenöre bis 35 Jahre. Ab diesem Jahr wird er in Kooperation mit dem Staatstheater Mainz vergeben. Der Gewinner wird, je nach Eignung, bei einer Opernproduktion am Staatstheater Mainz oder einer Konzertproduktion des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz engagiert.
Mit der Preisverleihung, die in einem Turnus von fünf Jahren erfolgt, soll an den Neu-Isenburger Tenor Franz Völker erinnert werden.


Vergaberhythmus:

alle 5 Jahre
 

Jury: 

- Christian Elsner, Tenor (Vorsitzender)
- Herrmann Bäumer, Generalmusikdirektor Philharmonisches Staatsorchester
  Mainz
- Der Operndirektor/die Operndirektorin, Staatstheater Mainz
- Der Studienleiter/die Studienleiterin, Staatstheater Mainz
- Der Bürgermeister der Stadt Neu-Isenburg oder ein von ihm bestimmter
  Vertreter
- Ein Vertreter der Anny Schlemm-Franz Völker-Gesellschaft
- Karl-Werner Joerg, Konzertveranstalter

 

bisherige Preisträger:

1989 Christian Elsner, Ferdinand Seiler, Andreas Wagner
1994 Johannes Kalpers, Jürgen Fersch, Mathias Klink
1999 Koh Ki-Hun, Lars Lettner, Tobias Rapp
2004 Jason Kim (Jae Suk Kim), Simon Schnorr (nur 2 Preisträger)
2009 Kejia Xiong, Lucian Krasznec, Daniel Jenz
2014 Timothy Fallon
 
 

Nach einem spannenden Wettbewerbskonzert am Samstag, 6.12.2014, steht nun der Preisträger des Franz-Völker-Preises 2014 fest: Es ist Timothy Fallon.

 

 

Timothy Fallon, Franz Völker-Preisträger 2014

 
„Timothy Fallon hat die kompletteste Leistung geboten“, so der Vorsitzende der Jury, Christian Elsner, selbst Franz-Völker-Preisträger 1989 und heute einer der renommiertesten deutschen Tenöre. Mit seinen beiden Wettbewerbsbeiträgen, Wolfgang Amadeus Mozarts Rezitativ und Arie des Fernando aus Così fan tutte „Tradito, schernito“ und Gioacchino Rossinis Arie des Lindoro aus L’Italiana in Algeri „Languir per una bella“ überzeugte der junge US-Amerikaner Timothy Fallon die Juroren. Neben dem Vorsitzenden der Jury Christian Elsner gehörten ihr Hermann Bäumer, Generalmusikdirektor, Stefan Vogel, Operngeschäftsführer und Michael Millard, Studienleiter, alle am Staatstheater Mainz, Klaus-Peter Guth, als Vertreter der Anny Schlemm-Franz Völker-Gesellschaft, der Kulturmanager und Konzertveranstalter Karl-Werner Joerg, der den Preis in diesem Jahr neu konzipierte, und Herbert Hunkel, Bürgermeister der Stadt Neu-Isenburg, an.
 
Zu dem Preisgeld in Höhe von 6.000 € wird der 34-jährige Tenor Timothy Fallon ein Engagement in einer Opernproduktion des Mainzer Staatstheaters erhalten.
 
In der Gunst des Publikums standen Yohan Kim und Martin Rainer Leipoldt dem späteren Gewinner in nichts nach. Der Südkoreaner Yohan Kim bewältigte mit Gaetano Donizettis Arie des Tonio aus La Fille du Régiment „Ah, mes amis“ eine der schwierigsten Partien des Tenor-Repertoires schlechthin. Der erst 28-jährige deutsche Martin Rainer Leipoldt sang sich mit Giacomo Puccinis Arie des Cavaradossi aus Tosca „Recondita armonia“ in die Herzen der Zuhörer. Begleitet wurden die Finalisten vom Philharmonischen Staatsorchester Mainz unter der Leitung von Generalmusikdirektor Hermann Bäumer.

Timothy Fallon

 
In Binghamton (New York) geboren, studierte der Tenor am Westminster Choir College in Princeton (New Jersey), an der Binghamton University sowie an der New Yorker Juilliard School. Dort sang er den Belfiore in Mozarts La finta giardiniera. Der Künstler ist sowohl mehrfacher Preisträger amerikanischer Gesangswettbewerbe, als auch Stipendiat und Mitglied der Marilyn Horne Foundation. An der Tri-cities Opera (New York) sang er den Tonio in Donizettis Regimentstochter und Alfredo in Verdis La Traviata. An der Music Academy of the West verkörperte er in Rossinis Il viaggio a Reims die Rolle des Grafen von Libenskof, und mit dem Newton Symphony Orchestra war er als Ernesto in Donizettis Don Pasquale zu hören. Konzertauftritte führten ihn an die Avery Fisher Hall (Brittens Serenade für Tenor, Horn und Streicher) und nach New York an die Carnegie Hall, wo er sich 2013 an der Seite des Tenors Piotr Beczala höchst erfolgreich dem Publikum vorstellte. Von 2007 bis 2012 war er an der Oper Leipzig verpflichtet, wo er u.a. Partien wie Belmonte in Mozarts Entführung aus dem Serail und Nemorino in Donizettis Liebestrank sang. 2009 gab er an der Oper Leipzig seine Partiedebüts als Graf Almaviva in Rossinis Barbier von Sevilla und als Don Narciso in Der Türke in Italien. Im Sommer 2011 war er beim Oregon Bach Festival in Honeggers Jeanne d‘Arc au bûcher zu hören. 2013 sang er bei den Bayreuther Festspielen unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann den Baroncelli in Wagners Rienzi. Im Sommer 2014 gastierte er in Mozarts Così fan tutte beim Grachtenfestival in Amsterdam.