Kunstwerke von Nikos Samartzidis

1952 gelang dem jungen britischen Architekten Michael Ventris die Entschlüsselung der Schriftzeichen auf Tontäfelchen aus der mykenischen Blütezeit, die Sir Arthur Evans bei Ausgrabungen um 1900 in Knossos auf Kreta entdeckt hatte. Man nannte diese Schrift „Linear-B“.

Reading the past ist der Titel eines Buches des britischen Altphilologen und Mykologen John Chadwick, der bei der Entzifferung mitgewirkt hat. Die gefundenen Texte sind nur Listen logistischer Natur und keine literarische Dokumente.
Nikos Samartzidis entwickelte die Idee, moderne Texte mit der archaischen Linear B-Schrift zu vereinen. Diese hat er autodidaktisch erlernt und so entstanden Serien hieroglyphenartig wirkender Bildtafeln, hinter denen sich moderne griechische Dichtkunst in unterschiedlicher Färbung verbirgt. Der Nichtkenner wird diese Werke nicht entschlüsseln können. Nichtsdestoweniger, wird ihn der Reiz des gestalterischen Spiels mit den rätselhaften Zeichen und ihre Formenmagie fesseln. Es wird seine Neugier und seinen Wissensdurst wecken, und der Betrachter wird verführt sein, die gedanklichen Lücken mit der Phantasie und Kraft seiner eigenen Vorstellungen zu füllen.

Für die aktuelle Ausstellung hat der Künstler auch Zitate und Verse verwendet, die der Weinkultur gewidmet sind. Seine Transkriptionen antiker und moderner Texte in die älteste Schrift Europas, verleihen seinem Werk weltweit  eine künstlerische Exklusivität. Sein Schaffen präsentierte er in vielen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Deutschland und Griechenland. Nikos Samartzidis ist Mitglied der Künstlervereinigung MALKASTEN Rüsselsheim e.V.
Mehr Infos: www.nikosam-art.de

Foto:©Samartzidis