Vor 300 Jahren starb Graf Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen, der 1699 hugenottischen Flüchtlingen Land gab und die Siedlung Neu-Isenburg gründete.
Wer war dieser Graf? Was war seine Motivation, Glaubensflüchtlinge aufzunehmen? Welches Denken und Handeln bestimmt die Zeit um 1718? Wie haben die Menschen gelebt? Diesen Fragen spürt die Ausstellung mit ihrem umfangreichen Begleitprogramm nach und zeichnet ein Lebens- und Gesellschaftsbild.

So erfahren die Ausstellungsbesucher etwas zur wirtschaftlichen Situation im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation nach dem verheerenden 30jährigen Krieg und den landesherrschaftlichen Bemühungen um Stabilität und Ordnung, Gewerbeansiedlung und Bekämpfung der Armut. Aber es werden auch gesellschaftliche Umstände beleuchtet: Die soziale Stellung der Ehefrauen des Grafen vor der Ebene dynastischer Heiraten und der Sicherung von Erblinien. Die Ausstellung greift weiter und stellt intime Fragen nach Körperhygiene und Parfumkultur, zeigt die aktuelle Mode um 1718, beschreibt Kunst, Kultur und Freizeitvergnügungen sowie Ernährungsgewohnheiten der Zeit. Religion und Glaubenswelt nimmt einen weiteren Schwerpunkt in der Ausstellung ein.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Begleitprogramm ergänzt.
Die Eröffnung der Ausstellung um 18 Uhr durch  Bürgermeister Herbert Hunkel findet zunächst im Plenarsaal des Rathauses statt: Das Grußwort hält Alexander Fürst von Isenburg, für den Einführungsvortrag konnte Dr. Klaus-Peter Decker, der ehemalige Büdinger Schloss-Archivar, gewonnen werden. Als Gäste haben sich Familienmitglieder des Hauses Isenburg angekündigt. Für die musikalische Begleitung konnte Jürgen Banholzer gewonnen werden, der mit seinem italienischen Cembalo für die zeitgemäße Einstimmung sorgt. Jürgen Banholzer ist Organist, Countertenor und Musikwissenschaftler und bekannt für seine Interpretationen barocker Oratorien und Kammermusikwerke. Im Anschluss an die offizielle Eröffnung besuchen die Gäste gemeinsam die Sonderausstellung im Stadtmuseum Haus zum Löwen (gegen 20 Uhr). Dafür wird ein Busshuttle eingesetzt. Einige Überraschungen zur Eröffnung dürfen auch dort erwartet werden, nachdem Dezernent Theo Wershoven die  Gäste in Empfang genommen hat.

Das Projekt „1718 Graf Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen und seine Zeit“ wurde von der Stiftung Flughafen/Main für die Region gefördert.

Mit freundlicher Unterstützung des Hugenotten- und Waldenserpfad e.V. und Stiftung Citoyen.

Ausstellungsdauer bis 24.2.19

Ausführliche Informationen zum umfangreichen Begleitprogramm sind im Veranstaltungskalender der Stadt Neu-Isenburg, https://neu-isenburg.de/kultur-und-freizeit/veranstaltungskalender und im Programm des Stadtmuseums „Haus zum Löwen“ unter https://hugenottenhalle.de/weitere-kulturorte/museen/stadtmuseum-haus-zum-loewen/veranstaltungen.
Das Programm liegt in der Hugenottenhalle, im Rathaus, in den Museen und anderen öffentlichen Einrichtungen aus.

 

 

Eintritt: Zahle, was du willst