Vernissage 8.11.2018, 19 Uhr, Stadtgalerie im Alten Stadthaus, Bürgeramt, Schulgasse 1

Das Künstlerpaar Auer hat den Wettbewerb „Kunst vor Ort“, ausgeschrieben von der Sparkasse Langen-Seligenstadt und dem Kreis Offenbach, gewonnen. Austragungsort ist Neu-Isenburg.
Im Vorgriff auf die Einweihung des „Zeit-Raum-Fensters“ am 24.3.2019 ist in der Stadtgalerie eine Werkschau der Künstler zu sehen. Die Bronzeplastiken und Holzskulpturen Wolfgang Auers agieren in einem Spannungsfeld zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Andrea Auer zeigt Motive, die Spiegelungen– nicht immer – harmonischer Zustände abbildet.

Grußwort: Landrat Oliver Quilling
Begrüßung: Bürgermeister Herbert Hunkel
Einführung: Marco Thoms, Kunsthistoriker

Wolfgang Auer, geboren in Griesbach i. Rottal, studierte, nach der Ausbildung zum Bauzeichner, Holzbildhauer und dem Erwerb des Meistertitels von 1995 bis 2001 an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. Christian Höpfner. Er ist Dozent für Bildende Kunst an der Hochschule Augsburg. 2008 erhielt Wolfgang Auer den Chelsea International Fine Art Award, New York, und den Kunstpreis in Schwetzingen. 2012 erhielt er den Kulturpreis des Landkreises Passau. Studienaufenthalte in Malaysia, Spanien und USA, hinterließen sehr differente Spuren, die in teils gegensätzlichen künstlerischen Ansätzen in Erscheinung treten. „Etwa wie bei Gerhard Richter entstehen, sogar parallel zueinander, zumindest phänotypisch, völlig unterschiedliche Arbeiten“ (Rump Ch., Ausstellungskatalog, Back to the Roots, 2011, S.6). Seine zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland wie z.B. Hatched Baby aus der Serie Blue Baby, weisen starke Tendenzen zur Popart. Sie wurden in verschiedene Museen in Ohio/USA gezeigt. Derzeit steht die Skulptur in La Crosse/Wisconsin. Schwerpunktmäßig zeigt Auer in der Stadtgalerie in Neu-Isenburg Holz-und Bronzeskulpturen. „In der Rohheit des Zuschnitts und Zugriffs wird der Gestaltungswille besonders deutlich“ (Rump Ch. siehe oben). Risse, Spalten und Furchen lassen die Skulpturen im Spannungsfeld zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion agieren.

Ein weiteres Spannungsfeld stellen die Arbeiten im öffentlichen Raum dar, in dem Wolfgang Auer mit seiner Frau Andrea unter dem Projektnamen „auerpublic“ gemeinsam zahlreiche erste Preise mit Ausführungen realisierten.

Andrea Auer wurde 1970 in Augsburg geboren und arbeitet seit 1995 freischaffend in Ateliergemeinschaft mit Wolfgang Auer. Sie arbeiten seit 25 Jahren intensiv gemeinsam an Ihren Projekten. Andrea Auer studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste bei Prof. Markus Lüpertz.

Ausstellungsdauer: bis 1.6.2019