Mode steht im Fokus des „Langen Museumsabends“ den das Stadtmuseum „Haus zum Löwen“ gemeinsam mit „Geschichtsfenster“ am Samstag den 15.6. zum Neu-Isenburger Altstadtfest von 14 - 22 Uhr anbietet. Mode ist immer auch ein gesellschaftlicher Code. Sie unterstreicht den Status und Wohlstand ihrer Träger, kann aber ebenso auch Randgruppen brandmarken. Luxus und bittere Armut waren immer die Extreme zwischen denen sich modische Entwicklung bewegt hat. Ebenso ist Mode aber auch ein Merkmal von Umwälzungen. Sei es die drastischen Änderungen zur Zeit der französischen Revolution oder der Kampf gegen das Korsett durch die frühe Frauenbewegung. Heute erfreuen wir uns einer großen modischen Freiheit, früher gab es Kleiderordnungen, Luxussteuern und immer wieder auch Kampagnen gegen bestimmte Moden. Das überschreiten modischer Grenzen war durchaus nicht ungefährlich aber gleichzeitig immer auch ein spannendes Thema für Theaterstücke und Geschichten. Selbst heute gibt es keine Subkultur die nicht zuerst an der Mode erkennbar wäre und auch die totalitären Bewegungen des 20. Jahrhunderts haben stets ihre eigenen Moden etabliert. Allerdings gab es nicht nur ständige Bewegung, sondern auch Konstanten die Jahrhunderte überdauert. Das Stadtmuseum „Haus zum Löwen lädt auf einer kleinen Reise durch die Mode der letzten 500 Jahre ein, die Mode an unseren Darstellern zu sehen, Stoffe anzufassen und viele kleine Geschichten rund um die Mode zu hören.